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Aktuelles

Information zur Berichterstattung über P. Anselm Grün und Recollectio-Haus

Anlässlich der Veröffentlichung des Vierten Jahresberichts der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs ist P. Anselm Grün in den Fokus gerückt. Es wird in verschiedenen Medien über die Unterstützung eines geständigen Missbrauchstäters im Rahmen eines Aufenthalts im Recollectio-Haus im Jahr 1992 berichtet.

Nach Sichtung der Daten lässt sich feststellen:

Es wird über eine Vermittlung des Betroffenen an die Diözese Würzburg durch P. Anselm Grün geschrieben. Die Idee eines prinzipiellen Einsatzes in der Seelsorge sowie der räumliche Wechsel nach Würzburg waren nicht originär P. Anselms Vorschlag, auch wenn er sich dafür offen gezeigt hat. Organisation und Umsetzung lagen allein bei den beteiligten Diözesen.

Der Betroffene hat den Eintritt in das Kloster erwogen. Dies erfolgte nicht auf Veranlassung von P. Anselm Grün. Der Betroffene hat diesen Gedanken nach dem Ende seines Aufenthalts im Recollectio-Haus aber offenbar nicht weiterverfolgt, da es keine weiteren Aktivitäten bezüglich eines Eintritts gab.

Ein Fokus bei der Berichterstattung lag zudem auf dem Recollectio-Haus. In den 1990er-Jahren wurden vereinzelt Menschen, die als sexuell übergriffig wahrgenommen wurden, dort begleitet. Durch aktuelle psychologische Erkenntnisse sowie die Offenlegung der Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg im Jahr 2010 erfolgte eine klare Zäsur, die ein Umdenken einleitete. Dies führte dazu, dass seitdem keine sexuell übergriffigen Menschen mehr aufgenommen werden.

Das Recollectio-Haus ist eine Einrichtung unter anderem für Priester, Ordensangehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Seelsorge. Dort besteht die Möglichkeit, sich körperlich, psychisch und geistlich-spirituell zu sammeln und für die pastorale Rolle bzw. Aufgabe zu stärken. Als Ort der Selbstfürsorge können hier Menschen eine Auszeit nehmen und eigene Ressourcen entdecken und ausbauen.